Biologische Wertigkeit von Proteinen

Die biologische Wertigkeit von Eiweiß in einem Nahrungsmittel ist eine Maßeinheit dafür, mit welcher Effizienz ein Nahrungsmittel-Protein in ein Körperprotein umgewandelt werden kann.

Hohe biologische Wertigkeit bei Mischungen

Hohe biologische Wertigkeit bei Mehrkomponenten Proteinen

Als Basis diente das Vollei, da man damals, als das „Konzept der biologischen Wertigkeit“ von dem deutschen Ernährungsforscher Karl Thomas erarbeitet wurde, davon ausging, dass das Ei die höchste biologische Wertigkeit besitzt.

Das Ei erhielt den Wert 100. Hat man nun ein Nahrungsprotein, das schlechter als das Eiprotein vom Körper verwertet werden kann, hat es eine biologische Wertigkeit von unter 100, ein besser als das Eiprotein verwertbares Nahrungsprotein einen Wert über 100.

Je höher die biologische Wertigkeit des Proteins ist, desto geringer ist auch Bedarf. Kombiniert man Nahrungsmittel mit geringer biologischen Wertigkeit geschickt, so kann dies trotzdem eine hochwertige Mahlzeit werden, da sich Aminosäurenkombinationen ergänzen können und somit eine Aufwertung herbeigeführt wird.

Der menschliche Körper kann tierisches Protein in der Regel besser verwerten als pflanzliches, da die Aminosäurenzusammensetzung dem Aufbau des körpereigenen Proteins ähnlicher ist.Die biologische Wertigkeit von Eiweiß in einem Nahrungsmittel ist eine Maßeinheit dafür, mit welcher Effizienz ein Nahrungsmittel-Protein in ein Körperprotein umgewandelt werden kann.

Qualität nicht nur durch die biologische Wertigkeit bestimmt

Bei der Beurteilung der Qualität eines Proteinpulver sollte man allerdings nicht nur auf die biologische Wertigkeit des Produktes schauen. Denn das ist unserer Meinung nach eher ein untergeordneter Faktor bei der Qualitätseinschätzung. Denn im Alltag wird nur sehr selten ein Proteinpulver isoliert aufgenommen, ohne dass im Verdauungsprozess noch eine Mahlzeit verdaut wird oder kurz nachher noch mal eine ausgewogene Mahlzeit zugefügt wird. Denn sobald mehrere Proteinarten in der Verdauung aufeinandertreffen, wird die biologische Wertigkeit ad absurdum geführt.

Denn dann reichern sich die verschiedenen Proteinarten an und man hat eine höhere Wertigkeit als über die Einzelproteine. Die biologische Wertigkeit ist also eher ein theoretischer Wert, der dann relevant ist, wenn ein Proteinshake mehrere Stunden nach der letzten Mahlzeit und mehrere Stunden vor der nächsten Mahlzeit zu sich genommen wird und dann in der Verdauung sozusagen isoliert wird. Kommt im Alltag meistens nur in einer Diät vor und hier empfehlen wir sowieso Mehrkomponentenproteine mit hoher biologischer Wertigkeit.

Welche anderen Faktoren sind neben der biologischen Wertigkeit bei der Qualitätsbeurteilung eines Proteins zu beachten

Für die Einschätzung dieser Frage sind weitere Faktoren mitbestimmend.

Dazu gehören:

  • Anteil des Fettgehaltes
  • Kohlenhydrate im Produkt
  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Ballaststoffe im Produkt

Des weiteren muss natürlich auf Negativ-Qualitätsfaktoren wie unerwünschte Inhaltsstoffe geachtet werden. Dazu gehören vor allem Purine, Cholesterin und Verunreinigungen beispielsweise durch Pestizide.

Im Sportnahrungsbereich ist dann zusätzlich auf den Anteil der limitierenden Aminosäure zu achten.

Die limitierende Aminosäure

Unter der sogenannten limitierenden Aminosäure versteht man das Fehlen oder der geringe Anteil einer essentiellen Aminosäure in einem Lebensmittel oder natürlich in einem Proteinpulver. Denn ist eine essentielle Aminosäure nur in geringer Menge in einem Produkt vorhanden, dann ist die Nutzbarkeit für den Körper bei der Umwandlung von Nahrungsprotein in Körperprotein mangelhaft und stark eingeschränkt.



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